Dienstag, 29. August 2017

Rezension: ZERO - Sie wissen, was du tust

Marc Elsberg

Seiten: 496
Erscheinungsdatum: 26.5.2014
Format/Preis: Hardcover: 19,99€
                      Taschenbuch: 9,99€
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0492-2

Inhalt

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen.
Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind - und WAS wir als Nächstes tun werden!


London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen …

Meine Meinung

Das Cover ist sehr schlicht. Es ist sehr unscheinbar und ich habe es nur, da ich schon viel Gutes über Marc Elsberg gehört habe. Jedoch nimmt so das Cover nichts der Geschichte vorweg und es bleibt Platz für eigene Gedanken. Ich finde dieses reine schwarze Cover mit der blauen Schrift auch gut gewählt, da es ohne viel Schnick Schnack die Ernsthaftigkeit des Buches ausdrückt.
Die Geschichte finde ich sehr spannend und teilweise auch sehr beängstigend, da ich finde, dass das Buch unglaublich Nah an der Realität liegt. Wird es bald wirklich eine solche unglaubliche Technik geben? Wenn ich mir den derzeitigen technischen Fortschritt angucke - ganz klar ja. Wie gefährlich das doch werden kann zeigt dieses Buch ganz deutlich. Manchmal wünschte ich mir, vor allem, wenn ich solche Geschichten lese, die Zeit ein bisschen zurückdrehen zu können, als die Technik noch nicht so weit war und das Leben so etwas entspannter wäre. Hin und wieder gab es aber einige Längen die sich ziemlich auf technische Details versteift hatten und man so nicht wirklich mit der Geschichte weiterkam, obwohl der Autor es geschafft hat alles technische auch für Leute die sich auf diesem Gebiet eher weniger auskennen, zu erklären. Dennoch eine interessante Idee mit dem Internetgejagten und auch ein Topaktuelles Thema
Der Schreibstil war ganz gut. Er hebt sich nicht stark von anderen Autoren hervor, aber war auch nicht schlecht. Ein bisschen anstrengend fand ich, dass ein Kapitel jeweils ein Wochentag ist. Weshalb die Kapitel dann schon mal sehr lang geworden sind. Als Ausgleich gab es aber immer wieder kleinere Orts- und Personenwechsel während eines Kapitels, weshalb man darüber auch hinwegsehen kann.
Positiv zu bemerken ist, dass es am Ende ein Glossar mit verschieden Wörtern gibt, so, dass es nicht auch noch in der Geschichte zu unnötigen Längen durch Erklärungen kam.
Die Charakteren finde ich sehr gut dargestellt und auch gewählt. Da man hier in einem technischen Buch eine Protagonistin findet, die dem allem eher kritisch gegenübersteht. Sie vertraut dem ganzen neune technischen eher nicht und hält lieber Abstand davon. Einen guten Kontrast bilden ihre Tochter und deren Freunde. Technikbegeistere Junge Menschen, die den Erfindungen Freemees vielleicht dann doch ein bisschen zu offen gegenüberstehen und sehr naiv alles annehmen. 

Fazit

Ein tolles Buch, das auch für weniger Technikbegeisterte sehr gut zu lesen ist. Teilweise auch sehr beängstigend durch die realitätsnahen Vorstellungen - inklusiver der Folgen, die alles mit sich bringt.
Ich vergebe dem Buch "ZERO - Sie wissen, was du tust" insgesamt 4,5 von 5 Sternen.

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