Sonntag, 2. Juli 2017

Rezension: Der Prinz der Elfen

Holly Black

Originaltitel: The Darkest Part of the Forest
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 3.4.2017
Format/Preis: Hardcover: 16,99€
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16409-9


Inhalt

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …


Meine Meinung

Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Es verspricht eine magische Geschichte, die man beim Klappentext auch schon erwartet. Deshalb bin ich auch auf das Buch aufmerksam geworden. Durch den weißen Hintergrund sticht es besonders hervor.
Bei der Geschichte hatte ich anfängliche Schwierigkeiten. Es war teilweise sehr wirr und ein Mix aus Gegenwart und Vergangenheit. Das Buch hatte für mich persönlich zu viele Details und unnötiges Hintergrundwissen, ohne dem die Geschichte schneller, und vor allem besser, vorangekommen wäre. Manchmal habe ich ein paar Seiten gelesen und habe mich dann gefragt worum es in dem Buch denn geht und was das jetzt damit zu tun hatte. Doch zum Ende hin wurde es immer besser und ich war sehr gespannt wie es ausgeht. Ich mag es außerdem sehr, wenn mehrere Details aus der Handlung am Ende hin zusammenfließen und einen Sinn ergeben. Die Geschichte hat eine magische Atmosphäre und immer wenn ich das Buch aufgeschlagen habe, fühlte ich mich in das düstere und mysteriöse Fairford versetzt bzw in das "Reich der Elfen". 
Der Schreibstil von Holly Black ist sehr einfach, weshalb man das Buch sehr schnell weglesen konnte.
Ein ganz großer Pluspunkt sind aber die Charaktere. Ich finde, dass diese sehr realitätsnah sind. Sie sind nicht perfekt, haben Ecken und Kanten. Sie sind nicht 100% "gut" oder "böse", was im realen Leben auch nicht so wäre. Aber sie sind vor allem anders und besonders. Keine 0815-Helden, wie man sie aus anderen Büchern kennt und zb bei Hazel wüsste ich nicht, ob ich sie in echt mögen würde, da sie mit den Herzen von vielen Jungs spielt und nicht darüber nachdenkt. Ich mochte vor allem die Beziehung von Ben und Hazel. Sie lieben sich so sehr und würden alles für den anderen tun, bis sie sich eingestehen müssen, dass sie vielleicht doch ein paar Geheimnisse zu viel haben. Sympathisch fand ich auch Severin, Carter und Jack und auch ihre Beziehungen zu den anderen Personen.



Fazit

Ein Buch mit dem ich anfangs etwas warm werden musste, sich hier jedoch das Durchhaltevermögen ausgezahlt hat. Keine umwerfende Geschichte, aber eine wundervolle Atmosphäre. 
Ich vergebe dem Buch "Der Prinz der Elfen" insgesamt 4 von 5 Sternen.

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